Die Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes

[20. Dezember 2015 von Leonard Burtscher in SciLogs]

In den letzten Jahren wurde aber deutlich, dass diese Ausnahme der Qualifizierungsbefristung in der Wissenschaft zur Regel wurde und fast nur noch befristete Beschäftigungen übrig waren. Laut Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2013 (eine vom BMBF geförderte Studie) waren 2010 lediglich ungefähr 10% aller wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unbefristet beschäftigt. Laut Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft haben etwa die Hälfte dieser Stellen eine Vertragslaufzeit von unter einem Jahr. Bei diesem Ausmaß (90%) und dieser Enge (50% weniger als 1 Jahr) der Befristungen ist mittlerweile den meisten Beteiligten klar, dass dies nicht besonders dienlich ist für den wissenschaftlichen Fortschritt, im Gegenzug aber die Lebensverhältnisse der “Nachwuchs”-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler stark beeinträchtigt.

Am Donnerstag wurde also die Novellierung beschlossen und das ändert sich nun konkret:

  1. Das wissenschaftsunterstützende Personal wird zukünftig vom WissZeitVG ausgenommen werden. Das heißt, Laboranten, Technikerinnen und andere, die nicht auf dem Weg zur Professur sind, können in Zukunft nicht mehr nach WissZeitVG befristet werden. Sie können aber freilich immer noch befristet beschäftigt werden nach Teilzeit- und Befristungsgesetz (aber nur für zwei Jahre) oder wenn sie nur für ein Projekt arbeiten und danach nicht mehr benötigt werden. Man wird sehen müssen, ob das wirklich zu mehr Stabilität für diese Personengruppe führt. Ich bin aber mal vorsichtig optimistisch.
  2. Das WissZeitVG rückt nun wieder mehr die Qualifikation in der Vordergrund und verlangt, dass die Vertragslaufzeit so bemessen wird, dass die beabsichtigte Qualifikationsstufe auch tatsächlich erreicht werden kann. Für Promotionen heißt das wohl, dass der erste Vertrag auf mindestens 3-4 Jahre befristet werden muss und nicht mehr wie derzeit üblich auf 1 Jahr. Ob er für spätere Qualifikationsstufen (die nicht so einfach definiert werden können) auch hilft, wird sich zeigen. Die Gewerkschaft und die LINKE befürchten, dass die Regel missbraucht wird und zum Beispiel die Organisation einer Konferenz als Qualifikationsstufe ausgelegt werden kann. Dann wären weiterhin Ultrakurzzeit-Verträge von etwa einem halben Jahr möglich. Hier wollten die Gesetzgeber den Unis und Forschungseinrichtungen Flexibilität lassen, was im Prinzip gut ist. Man wird nun genau hinschauen müssen, ob das Gesetz seine Wirkung entfalten kann, oder ob es weiterhin missbraucht wird.
  3. Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind heutzutage über Drittmittelprojekte (z.B. der DFG) angestellt, die immer nur befristet vergeben werden. Hier gelten viele Regeln des WissZeitVG gar nicht (z.B. gilt die Höchstbefristungsdauer von 6 Jahren nach der Promotion nicht für solche Stellen und eine Garantie auf Weiterbeschäftigung nach Elternzeit gibt es auch nicht). Immerhin wurde nun geregelt, dass Verträge aus Drittmittelprojekten nun so lange dauern sollen, wie das Projekt dauert.

Ich bin froh, dass diese Novelle nun beschlossen worden ist, und denke, dass sie den jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Deutschland ein bisschen mehr Sicherheit auf ihren Karrierewegen geben wird. Alle Probleme wird sie aber nicht beseitigen.

[vollständiger Artikel hier]

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ZEIT-Interview mit MPG-Präsident Martin Stratmann: “Das ist einmalig”

[DIE ZEIT 13/2015 26. März 2015]

Wie die Max-Planck-Gesellschaft die Stellung ihrer Doktoranden verbessern will, erklärt ihr Präsident Martin Stratmann.

Interview: Martin Spiewak

DIE ZEIT: Die Misere junger Forscher in Deutschland ist bekannt. Jetzt hat die Max-Planck-Gesellschaft ein großes Paket zur besseren Betreuung und Finanzierung ihres wissenschaftlichen Nachwuchses verabschiedet. Man dachte eigentlich, gerade Ihren Instituten seien die Doktoranden und Postdocs auch früher schon wichtig und teuer gewesen.

Martin Stratmann: Das waren sie auch. Sonst würden nicht so viele Bewerber bei uns promovieren wollen oder eine wissenschaftliche Karriere anstreben. Und wir wären auch nicht so erfolgreich. Max-Planck hat beileibe kein generelles Betreuungsproblem.

ZEIT: Aber ein Vergütungsproblem? Kritiker sprechen von einer Zwei-Klassen-Gesellschaft.

Stratmann: Richtig ist, dass ein Teil der Doktoranden an ihrem Institut mit einem Vertrag beschäftigt ist, während andere ein Stipendium erhalten. International sind Stipendien üblich. Aber die Betroffenen erhalten keine Sozialleistungen, und das wird als ungerecht empfunden, gerade von ausländischen Doktoranden, die oft als Stipendiaten zu uns kommen und mittlerweile über fünfzig Prozent der Promovenden ausmachen. Diese Praxis werden wir deshalb ändern: In Zukunft erhält bei uns jeder Doktorand einen Vertrag.

[…]

[weiter in DIE ZEIT 13/2015 26. März 2015]

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Max-Planck-Gesellschaft verbessert die Ausbildungs- und Karrierebedingungen ihrer Doktoranden und Postdocs

[http://www.mpg.de/9066287/50-Millionen-Euro-fuer-den-wissenschaftlichen-Nachwuchs]

50 Millionen Euro für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Max-Planck-Gesellschaft verbessert die Ausbildungs- und Karrierebedingungen ihrer Doktoranden und Postdocs

26. März 2015

Die Max-Planck-Gesellschaft stellt ihre Nachwuchsförderung neu auf. Das Gesamtpaket besteht nicht nur aus neuen Förderstrukturen und detaillierten Betreuungsrichtlinien, sondern soll darüber hinaus auch künftig für mehr Transparenz bei den Karrierewegen sorgen. Dafür wird die Max-Planck-Gesellschaft die Mittel in der Nachwuchsförderung um fast 40 Prozent anheben. Das entspricht im Endausbau jährlich knapp 50 Millionen Euro. „Wir haben uns entschieden, diese Mittel nicht in das Wachstum unserer Organisation, sondern in die Nachwuchsförderung zu investieren“, erklärt Max-Planck-Präsident Martin Stratmann. Der Entscheidung waren umfassende Diskussionen und Beratungen in den eigenen Gremien vorausgegangen.

Über 3400 Doktoranden forschen in der Max-Planck-Gesellschaft. Mit 54 Prozent ist der Ausländeranteil unter ihnen deutlich höher als an anderen Forschungseinrichtungen oder Universitäten in Deutschland. Doch der internationale Wettbewerb um junge, kreative Talente nimmt zu: „Es ist deshalb unerlässlich, dass wir unsere Karrierestrukturen fortlaufend weiterentwickeln, um im Vergleich mit den internationalen Top-Einrichtungen konkurrenzfähig zu bleiben“, so Martin Stratmann. Die Forscherlaufbahn hierzulande attraktiver zu machen, ist eines der wichtigsten Ziele von Bund, Ländern und Forschungsorganisationen.

Die Max-Planck-Gesellschaft wird zukünftig alle Doktorandinnen und Doktoranden, die für ihre Promotion an einem Max-Planck-Institut forschen, mit einem Fördervertrag ausstatten. Bisher hatte die Mehrheit vor allem auch der ausländischen Doktoranden ein Stipendium. „International ist das durchaus üblich“, erklärt Martin Stratmann. „Aber die Dualität von Vertrag und Stipendium wurde zunehmend nicht mehr akzeptiert, weil sie sich nicht hinreichend unterschieden haben.“ Der Max-Planck-Fördervertrag ermöglicht es, die wissenschaftliche Freiheit des Stipendiums mit der sozialen Sicherheit eines Arbeitsvertrages zu kombinieren. Der Fördervertrag wird vor Beginn der Promotion über eine Laufzeit von drei Jahren geschlossen und kann um weitere zwölf Monate verlängert werden. „Damit haben Doktoranden eine klare Perspektive für ihr Promotionsvorhaben“, betont Stratmann.
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“Exzellenz braucht Existenz”

“Exzellenz braucht Existenz”

Studie zur Befristung im Wissenschaftsbereich: ein Beitrag zur Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes

von Sebastian M. F. Raupach, Martina Lienhop, Andre Karch, Heike Raupach-Rosin und Karen M. Oltersdorf
(2014)

http://www.perspektive-statt-befristung.de/

Kurzzusammenfassung

Im Kontext der von mehr als 25.000 Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern unterstützten Petition ,,Perspektive statt Befristung” wurde eine bundesweite Umfrage mit rund 1.700 Teilnehmenden durchgeführt.
Themen der Umfrage sind die Folgen der Befristungssituation sowie die Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes.
Hintergrund ist der Mangel unbefristeter Beschaftigungsverhaltnisse auf dem wissenschaftlichen Arbeitsmarkt infolge hoher Befristungsanteile an Forschungseinrichtungen und Hochschulen (siehe Hintergrundinformationen im Anhang).
Die unsicheren Beschaftigungsverhaltnisse wirken sich nach Erfahrung der Teilnehmenden nicht nur auf das Leben der Forschenden und ihrer Familien ausgesprochen negativ aus, sondern auch auf die Qualität des Wissenschaftssystems. Sie fuhren zu einem systematischen Verlust von Forschungspotential und beeintrachtigen den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig. Damit gefährden sie den Erfolg der hohen Investitionen in Bildung und Forschung.
Die Teilnehmenden sprechen sich mit großer Mehrheit fur die Schaung von mehr unbefristeten Stellen im Mittelbau sowie fur geeignete Auswahlverfahren und mehr Transparenz bei Berufungen aus.
Nahezu einstimmig fordern sie von der Bundespolitik die Reform der gesetzlichen Befristungsregeln.

  • Mit großer Mehrheit sprechen sich die Teilnehmenden fur eine gesetzliche Begrenzung des Befristungsanteils an Forschungseinrichtungen und Hochschulen aus.
  • Ebenso deutlich fordern die Teilnehmenden die Streichung der personenbezogenen “12-Jahresregel”.
  • Die Einführung einer Mindestlaufzeit fur Vertrage, die befristet sind, wird mehrheitlich befürwortet, ist aber nicht gänzlich unumstritten.
  • Die Befürwortenden einer Mindestlaufzeit halten einen Zeitraum von drei Jahren fur angemessen.
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“Seelische Veranlagung der von Verbrechern ziemlich wesensverwandt…”

Baur, Fischer, Lenz,1 Bd. 2, S. 57:

P. J. M o e b i u s hat nicht ohne Grund darauf hingewiesen, daß viele Menschen, welche im wirtschaftlichen und sozialen Wettbewerb besonders erfolgreich sind, eine seelische Veranlagung aufweisen, welche der von Verbrechern ziemlich wesensverwandt ist. „Fehlt der Leichtsinn und sind die übrigen Geistesgaben gut entwickelt, so entstehen trotz Herzlosigkeit und Gewalttätigkeit nicht Sträflinge, sondern hohe Beamte, Staatsmänner, Feldherrn, wohl auch Gelehrte.” Man begegnet in der Tat auch im wissenschaftlichen Leben nicht selten Menschen, die durch geschickte Ausbeutung der Entdeckungen anderer und durch rücksichtslose Beiseiteschiebung ihrer bescheideneren Kollegen zu großen Erfolgen und Ehren gelangen.

1 Das Lehrbuch “Menschliche Erblichkeitslehre und Rassenhygiene” von Erwin Baur, Eugen Fischer und Fritz Lenz erschien zwischen 1921 und 1940 in 5 Auflagen. Zeitgenössische Kritiker beurteilten das Werk in ihren Rezensionen bis auf wenige Ausnahmen positiv und machten es so in kurzer Zeit zum Standardwerk der Rassenhygiene. Nach 1933 wurde die Schrift als die “wissenschaftliche” Grundlage der von den Nationalsozialisten verfolgten rassenhygienischen Politik angesehen. [Fangerau & Müller 2002]

Imperial College professor Stefan Grimm ‘was given grant income target’ | News | Times Higher Education

This is not a university anymore but a business with very few up in the hierarchy.

Imperial College professor Stefan Grimm ‘was given grant income target’ | News | Times Higher Education.

Read more on the background of this story at the blog by David Colquhoun, emeritus professor of pharmacology at University College London.

Das Ende von Open Medicine: Idealismus alleine reicht auf Dauer nicht

wisspub.net

Nach 7 Jahren mit 31 Ausgaben schliesst das kanadische Journal Open Medicine. Das Journal entstand 2007 nach Streitigkeiten des Editorial Boards zur inhaltlichen Unabhängigkeit des Journal of the Canadian Medical Association, CMAJ.

Im Editorial der letzten Ausgabe erwähnen die Herausgeberinnen die fehlende finanzielle Nachhaltigkeit als Hauptgrund.

Had we a crystal ball in 2006, what would we have done differently? There is no question that financial sustainability has been foremost in our minds. Although we have attempted to pay modest stipends for journal operations, neither our scientific editors nor our editors-in chief have been compensated, and most of our administrative and production staff have volunteered much of their time. For fear of turning away authors, we delayed instituting publication charges until quite late in the game. As researchers, we struggled to be good fundraisers, communication specialists, information technology and web developers, and public relations experts. As busy doctors, we struggled…

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Traumjob Wissenschaft?

[aus: Blätter für deutsche und internationale Politik 11/2014, Seite 29-32]

Traumjob Wissenschaft?

von Andreas Keller

Zum großen Teil befristet“, „vielfältige Abhängigkeiten“ und „Sackgassen“ – was sich wie eine gewerkschaftliche Kritik der Beschäftigungsverhältnisse in der Wissenschaft liest, stammt tatsächlich aus den jüngsten „Empfehlungen zu Karrierezielen und -wegen an Universitäten“ des Wissenschaftsrates.[1] Mit dem Papier, das dieser im Juli vorlegte, ist die Reform der Personalstruktur in Hochschulen und der Forschung endlich auf der Agenda des offiziellen Beratungsgremiums von Bund und Ländern angekommen.

Dafür ist es auch höchste Zeit: Denn mittlerweile sind 90 Prozent der knapp 170 000 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Hochschulen befristet beschäftigt, über die Hälfte dieser Zeitverträge hat eine Laufzeit von unter einem Jahr. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können promoviert und habilitiert sein, umfassende Erfahrungen in Forschung und Lehre nachgewiesen und über Jahre erfolgreich Drittmittel eingeworben haben: In Deutschland gelten sie, solange sie nicht den Sprung auf eine Professur geschafft haben, als „wissenschaftlicher Nachwuchs“. Ganz anders handhaben das vergleichbare Industrieländer wie Großbritannien, Frankreich oder die USA: Dort gibt es auch neben der Professur die Perspektive, auf Dauer Wissenschaft als Beruf auszuüben.

Die Gründe für die Misere sind vielfältig. Lange, steinige und vielfach in Sackgassen endende Karrierewege des „wissenschaftlichen Nachwuchses“ sind bereits in der Tradition der deutschen Ordinarienuniversität angelegt, der eine steile Hierarchie zwischen Lehrstuhlinhabern und allen anderen Wissenschaftlern zugrunde lag. Zusätzlich hat der allgemeine Trend zur Flexibilisierung und Deregulierung der Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen auch in der Wissenschaft Spuren hinterlassen.

[…]

[weiter in Blätter für deutsche und internationale Politik 11/2014]

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The Empire Strikes Back: Max-Planck-Gesellschaft rüstet sich gegen Arbeitnehmer

Die Max-Planck-Gesellschaft rüstet auf im Kampf gegen ihre eigenen Angestellten:

Referent/-in für Arbeitsrecht (Volljurist/-in)

Stellenangebot vom 8. November 2014

Die Generalverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft sucht für die Abteilung Personal und Personalrecht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Referentin oder einen Referenten für Arbeitsrecht (Volljuristin oder Volljurist) in Teilzeit (19,5 Wochenstunden).

Ihre Aufgaben

Sie ergänzen ein hoch motiviertes Team bei der juristischen Betreuung der Institute, Organe und Gremien der Gesellschaft in allen Rechtsfragen mit Schwerpunkt in individual- und kollektivarbeitsrechtlichen sowie tarifvertraglichen Problemstellungen und übernehmen im Einzelfall die Prozessvertretung oder begleiten die Arbeit unserer in gerichtlichen Angelegenheiten beauftragten externen Rechtsanwälte mit eigener Fachkenntnis, Kritikfähigkeit und Urteilskraft.

[…]

http://www.mpg.de/8686517/Referent_Arbeitsrecht_Volljurist_9214

 

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Max-Planck-Gesellschaft: Im Zweifel hat der Direktor recht

[FAZ, 23.10.2014]

Max-Planck-Gesellschaft Im Zweifel hat der Direktor recht

Wie geht die angesehene Max-Planck-Gesellschaft mit ihrem wissenschaftlichen Nachwuchs um? Es mehren sich die Fälle, in denen Direktorenherrlichkeit unwidersprochen bleibt.

22.10.2014, von Sven Grünewald

„Wir leben nicht mehr in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts, wo ein Direktor wie ein kleiner König herrschen konnte“, betonte Peter Gruss, bis Juni 2014 Präsident der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), in seiner Abschiedsrede vor dem Wissenschaftlichen Rat der MPG. Dass er so deutliche Kritik übte, hatte seinen Grund. Anfang des Jahres bekam er von Doktorandenvertretern eine schwarze Liste mit seit Jahren bestehenden und verschleppten Problemen in der Nachwuchsförderung überreicht. „Wissenschaftlicher Nachwuchs bedeutet nicht billige Arbeitskräfte“, ergänzte Gruss und betonte die Verantwortung, die seitens der Direktoren gegenüber Nachwuchs bestehe.

Mit Martin Stratmann ist seit einigen Monaten ein neuer Präsident im Amt, der vor denselben tiefgehenden Problemen steht. Nach außen bemüht sich die Generalverwaltung der MPG zwar um Aufklärung, übt bei Fehlverhalten auch Druck auf Direktoren aus und betont, wie wichtig ihr der Input des eigenen Nachwuchses ist. Hinter den Kulissen geschieht jedoch das Gegenteil. Die Generalverwaltung der MPG gibt sich jede Mühe, Kritik zu unterbinden und wenn es darauf ankommt im Interesse der Direktoren zu handeln.

[…]

[weiter auf faz.net]

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