Monthly Archives: November 2011

GEW: „Schluss mit dem Befristungswahn!“

[PM vom 30.11.2011 http://wissenschaft.gew.de/GEW_Schluss_mit_dem_Befristungswahn.html]

GEW: „Schluss mit dem Befristungswahn!“

Bildungsgewerkschaft zu Zeitverträgen in der Wissenschaft

Berlin/Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat den Bundestag aufgefordert, die ausufernde Befristungspraxis an Hochschulen und Forschungseinrichtungen einzudämmen. „Immer mehr Zeitverträge mit immer kürzeren Laufzeiten – das ist nicht nur unanständig gegenüber den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, sondern gefährdet auch Kontinuität und Qualität von Forschung und Lehre. Die Arbeitgeber müssen verpflichtet werden, die Befristung von Arbeitsverhältnissen verantwortungsbewusst zu handhaben – Schluss mit dem Befristungswahn!“, erklärte das für Hochschule und Forschung verantwortliche GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller am Mittwoch in Berlin. Keller ist einer von sieben Sachverständigen, den der Bildungs- und Forschungsausschuss des Bundestages heute in einem öffentlichen Fachgespräch zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz anhört.

Alarmiert zeigte sich Keller über die Daten der neuen Hochschulpersonalstatistik, die das Statistische Bundesamt vergangenen Mittwoch veröffentlicht hatte. „Auf einen unbefristet beschäftigten wissenschaftlichen Angestellten kommen inzwischen acht Kolleginnen und Kollegen mit einem Zeitvertrag. Vor fünf Jahren lag das Verhältnis von unbefristet und befristet beschäftigten wissenschaftlichen Angestellten noch bei 1:4. Hinzu kommt: Über die Hälfte aller Zeitverträge laufen weniger als ein Jahr. Das zeigt: Die Hochschulen sind nicht in der Lage, verantwortungsbewusst mit dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz umzugehen. Deshalb muss der Gesetzgeber handeln“, sagte der GEW-Hochschulexperte.

Die Bildungsgewerkschaft fordert, Mindeststandards für Zeitverträge gesetzlich zu verankern. „Die Laufzeit der Verträge muss sich an der Länge der Projekte orientieren. Dauert ein Forschungsvorhaben drei Jahre, muss auch der Arbeitsvertrag über mindestens drei Jahre laufen“, schlug Keller vor. Er forderte den Bund außerdem auf, durch eine aktive Vergabepolitik für die Stabilisierung der Beschäftigung in der Wissenschaft zu sorgen. „Die Vergabe von Zuschüssen und Drittmitteln in der Wissenschaft muss an Auflagen geknüpft werden: Tarifverträge müssen eingehalten, ein Mindestanteil unbefristeter Beschäftigungsverhältnisse muss garantiert werden. Nur so werden die Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf Dauer im Wettbewerb mit anderen Arbeitgebern qualifizierte Fachkräfte gewinnen und halten können“, sagte Keller.

Info: Für das öffentliche Fachgespräch zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz hat GEW-Experte Andreas Keller dem Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung eine schriftliche Stellungnahme vorgelegt, die Sie im Link unten finden.

GEW-Stellungnahme zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz

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Öffentliches Fachgespräch zur Evaluation des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes

[Bundestag PM vom 29.11.11]

Öffentliches Fachgespräch zur Evaluation des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes

Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung (Fachgespräch) – 29.11.2011

Berlin: (hib/TYH) Der Ausschuss für Bildung und Forschung beschäftigt sich mit dem Problem von befristeten Arbeitsverträgen im Wissenschaftssystem. Die Evaluation des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes ist Gegenstand eines öffentlichen Fachgesprächs des Ausschusses. Grundlage sind fünf Oppositionsanträge. Die Veranstaltung beginnt am Mittwoch, 30. November 2011, um 9.30 Uhr im Sitzungssaal E 700 (Paul-Löbe-Haus). Besucher können sich unter Angabe von Name, Vorname, Anschrift und Geburtsdatum beim Sekretariat des Ausschusses (Tel.: 030/227-32861, Fax: 030/227-36845 oder E-Mail:bildungundforschung@bundestag.de anmelden.

Die SPD-Fraktion spricht sich in ihrem Antrag (17/6336) für eine Personaloffensive für die Hochschulen aus. Diese soll unter anderem 2.500 zusätzliche Professuren bis 2020 und 1.000 zusätzliche Juniorprofessuren bis 2015 beinhalten, außerdem die Steigerung des Frauenanteils in den Führungsgremien der Hochschulen auf mindestens 30 Prozent bis 2015 und 40 Prozent bis 2020.

Nach dem Willen der Fraktion Die Linke sollen befristete Arbeitsverträge eingedämmt werden. Die zunehmende Befristung und Verkürzung der Arbeitsverträge an Hochschulen und wissenschaftlichen Instituten führe zu einer Prekarisierung der Beschäftigungsverhältnisse in der deutschen Wissenschaftslandschaft, schreibt sie in einem Antrag (17/6488). 2009 waren nach Angaben der Fraktion 83 Prozent der hauptberuflich angestellten Wissenschaftler befristet beschäftigt; mehr als die Hälfte dieser Verträge läuft demnach weniger als ein Jahr. Sie fordern deshalb, das Wissenschaftszeitvertragsgesetz zu überarbeiten. Dort soll unter anderem eine Mindestvertragslaufzeit für wissenschaftliche Mitarbeiter von einem Jahr festgelegt werden. Darüber hinaus verlangt die Fraktion, die Vertragslaufzeiten an die Dauer der Qualifizierungsphase beziehungsweise bei Drittmittelfinanzierung an die Förderdauer der Projekte zu binden. Auch in ihrem zweiten Antrag fordern die Abgeordneten (17/4423), die Wissenschaft als Beruf attraktiver zu gestalten und die Prekarisierung des akademischen Mittelbaus zu beenden.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert einen „Pakt für den wissenschaftlichen Nachwuchs und zukunftsfähige Personalstrukturen an den Hochschulen“. Dieser solle in verbindlichen Schritten zusätzliche Professuren einrichten, fordern die Abgeordneten in einem entsprechenden Antrag (17/4203). Schon für 2008 habe der Wissenschaftsrat einen Fehlbedarf von deutschlandweit 4.000 Professuren errechnet. „Die Personalstrukturen an den deutschen Hochschulen müssen international wettbewerbsfähig werden“, betonen die Abgeordneten. In einem zweiten Antrag (17/7773) setzen sie sich außerdem für die Aufhebung der Tarifsperre im Wissenschaftszeitvertragsgesetz ein. Im Rahmen der Überprüfung und Revision des 2007 in Kraft getretenen Wissenschaftszeitvertragsgesetzes müsse sich die Bundesregierung zudem auch dafür einsetzen, dass die Befristungen der Arbeitsverträge eine Laufzeit von zwei Jahren nicht unterschreiten.

Zum Gespräch eingeladen sind Anke Burkhardt vom Institut für Hochschulforschung an der Universität Halle-Wittenberg, Georg Jongmanns vom Hochschul-Informations-System, Andreas Keller, GEW-Hauptvorstand, Professor Karl Ulrich Mayer von der Leibniz-Gemeinschaft, Professor Ursula Nelles von der Universität Münster, Professor Ulrich Preis von der Universität Köln und Manfred Scheifele vom Gesamtbetriebsrat Fraunhofer-Gesellschaft.

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Die Alleskönner

[Süddeutsche Zeitung vom 23.10.2010, V2/9]

Die Alleskönner
von Marlene Weiss

Physiker gelten als Vorzeige-Generalisten. Nur ein Viertel von ihnen arbeitet im angestammten Beruf – doch auch die anderen haben Erfolg

Oliver Plohl mag seine Arbeit – sehr sogar. Bei einem Münchner Unternehmen entwickelt er Modelle, die Banken verwenden, um Kreditausfallrisiken einzuschätzen. “Damit habe ich es perfekt getroffen”, sagt der 34-Jährige. “Das ist quasi VWL-Grundlagenforschung, das macht mir Spaß.” Enzyklopädisches Wirtschaftswissen braucht er nicht für seine Tätigkeit, aber Sinn für Zahlen, solide Programmierkenntnisse und die Fähigkeit, sich schnell in neue Gebiete einzuarbeiten. Daher findet er, dass sein Job gut zu seiner Ausbildung passt: Als Physiker hat er das schließlich gelernt. Auch wenn es nicht jeder so glücklich trifft: Solche Karrieren sind unter Physik- Absolventen nicht die Ausnahme, sondern der Normalfall. Laut einer aktuellen Studie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) arbeiten 75 Prozent aller Physiker nicht in ihrem Fach – und sind oft dennoch durchaus erfolgreich. “Physiker landen überall; oft in Versicherungen, in der Finanzbranche oder in Ingenieurbüros”, sagt Lutz Schröter von der DPG.

Auch Schröter selbst ist es so ergangen: Der promovierte Physiker arbeitet hauptberuflich bei Volkswagen im Controlling. Unter seinen Kollegen sind viele Physiker, sie arbeiten Seite an Seite mit den Ingenieuren. Ein Physiker sei dabei eher für die Grundlagen zuständig, während ein Ingenieur oft Pragmatiker sei: “Beide zusammen machen ein gutes Team aus”, sagt Schröter.

Auch wegen ihrer vielseitigen Einsetzbarkeit sind die Chancen für Physiker auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor gut. Die DPG geht davon aus, dass jährlich branchenübergreifend etwa 4900 Stellen frei werden, für die auch Physiker infrage kommen. Und der spezifische Bedarf an Physikern soll noch steigen, bis 2028 voraussichtlich von derzeit 2500 auf 3600 im Jahr. Auch die Gehaltsaussichten sind erfreulich. Zehn Jahre nach dem Examen verdienten Absolventen des Jahrgangs 1997 durchschnittlich 71 600 Euro im Jahr, 7300 Euro mehr als der akademische Durchschnitt.

Schon als Oliver Plohl sein Physikstudium begann, sah er sich nicht zwangsläufig bis zur Rente im Labor stehen. “Ich bin davon ausgegangen, dass ich damit auch einen anderen Job ausüben kann”, sagt er. Und spätestens gegen Ende des Studiums war er sicher, dass er lieber in der Wirtschaft als in der reinen Forschung arbeiten wollte. Continue reading

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PhD changes at Max Planck

Another oldie, but ‘goldie’… Find a short history of the neverending story of research grants vs contracts in the MPG at wikipedia.

[from: The Scientist 2005, 6(1):20050309-01]

PhD changes at Max Planck

by Jane Burgermeister
published 9 March 2005

Overseas PhD students applying this year to work at Germany’s Max Planck Society (MPG) are set to be the first to benefit from changes to a controversial employment rule that had prevented foreign students from getting full employment contracts.

The MPG is an independent basic research organization that funds 80 different institutes with more than 12,000 staff members and 9000 PhD students, postdocs, visiting researchers, and student assistants.

Last year, PhD student Andrea Raccanelli, now at the University of Bonn, conducted a survey showing that 99% of German PhD students at the MPG had regular contracts with health, unemployment, and pension benefits, while 84% of the non-German PhD students had scholarships without such benefits.

Raccanelli, who organized a network of PhD students at the MPG, took the case to Germany’s Court of Labour, accusing MPG of discrimination. The case was passed on to the European Court of Justice, which is expected to rule in 18 months.

Meanwhile, in October last year, MPG distributed a letter to the heads of its centers stating that the rules would change. Nicola von Hammerstein, from the general management of the MPG, told The Scientist on Monday (March 7) that the change took effect at the beginning of this year.

Von Hammerstein said she expected at least some non-German students who applied for a PhD early this year to be awarded regular employment contracts in autumn. However, she said it was impossible to predict at this stage how many would eventually benefit.

“Institutes now have the freedom to decide whether to offer foreign students a regular contract or a scholarship, unlike before,” von Hammerstein told The Scientist. “Some institutes might offer only scholarships, others only regular contracts.”

“I expect a mixed system could evolve, though it is too early to tell,” von Hammerstein said. “For example, PhD students could start with a scholarship in their first year and then move onto a regular contract in their second year.”

Von Hammerstein rejected the idea that the MPG had been discriminating against non-German PhD students. “In the world of science, nationality should never count, as it should not count anywhere,” she said. “What is important today is more cooperation between scientific disciplines and between researchers around the world.”

Von Hammerstein conceded, however, that regular employment contracts were much more expensive for institutions, many of which were operating under tight budgetary constraints. She also said that not all students wanted regular contracts. “Many students do not want to pay into the German pension and unemployment insurance system if they are in Germany for only a relatively short time.”

The change comes as the MPG steps up efforts to create more opportunities for young international researchers in Germany by expanding its network of International Max Planck Research Schools (IMPRS).

There are now 37 such schools, following the addition of eight new schools earlier this year. Altogether, there are about 1200 students currently doing their PhDs in the IMPRS, with 60% coming from outside Germany.

“This international model of the IMPRS has been extremely successful,” von Hammerstein said. “Young researchers can work in interdisciplinary teams and benefit from much more intensive supervision from scientists at the MPG and universities. The PhDs so far have been very good in terms of quality.”

Now is a difficult time for young scientists in Germany who are struggling to establish their careers in an environment of low government funding and changing employment legislation.

Peter Burkert, from the Thesis Network, a German network of PhD students and postdocs, told The Scientist that the future for PhD students looked grim as research organizations strive to save money and because of recent changes in employment laws setting a 12-year limit to temporary contracts for scientists.

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Academic Search Engine Spam and Google Scholar’s Resilience Against it

[Journal of Electronic Publishing, Volume 13, Issue 3, December 2010]

Academic Search Engine Spam and Google Scholar’s Resilience Against it

Joeran Beel and Bela Gipp

In a previous paper we provided guidelines for scholars on optimizing research articles for academic search engines such as Google Scholar. Feedback in the academic community to these guidelines was diverse. Some were concerned researchers could use our guidelines to manipulate rankings of scientific articles and promote what we call ‘academic search engine spam’. To find out whether these concerns are justified, we conducted several tests on Google Scholar. The results show that academic search engine spam is indeed—and with little effort—possible: We increased rankings of academic articles on Google Scholar by manipulating their citation counts; Google Scholar indexed invisible text we added to some articles, making papers appear for keyword searches the articles were not relevant for; Google Scholar indexed some nonsensical articles we randomly created with the paper generator SciGen; and Google Scholar linked to manipulated versions of research papers that contained a Viagra advertisement. At the end of this paper, we discuss whether academic search engine spam could become a serious threat to Web-based academic search engines.

[continue at JEP]

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Self-Selected or Mandated, Open Access Increases Citation Impact for Higher Quality Research

[Gargouri Y, Hajjem C, Larivière V, Gingras Y, Carr L, et al. (2010) Self-Selected or Mandated, Open Access Increases Citation Impact for Higher Quality Research. PLoS ONE 5(10): e13636. doi:10.1371/journal.pone.0013636]

Background
Articles whose authors have supplemented subscription-based access to the publisher’s version by self-archiving their own final draft to make it accessible free for all on the web (“Open Access”, OA) are cited significantly more than articles in the same journal and year that have not been made OA. Some have suggested that this “OA Advantage” may not be causal but just a self-selection bias, because authors preferentially make higher-quality articles OA. To test this we compared self-selective self-archiving with mandatory self-archiving for a sample of 27,197 articles published 2002–2006 in 1,984 journals.

Methdology/Principal Findings
The OA Advantage proved just as high for both. Logistic regression analysis showed that the advantage is independent of other correlates of citations (article age; journal impact factor; number of co-authors, references or pages; field; article type; or country) and highest for the most highly cited articles. The OA Advantage is real, independent and causal, but skewed. Its size is indeed correlated with quality, just as citations themselves are (the top 20% of articles receive about 80% of all citations).

Conclusions/Significance
The OA advantage is greater for the more citable articles, not because of a quality bias from authors self-selecting what to make OA, but because of a quality advantage, from users self-selecting what to use and cite, freed by OA from the constraints of selective accessibility to subscribers only. It is hoped that these findings will help motivate the adoption of OA self-archiving mandates by universities, research institutions and research funders.

[continue at PLoS One]

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Arbeitgeber Uni: Die fünf Verbote

[ZEIT Campus 04/2010]

Arbeitgeber Uni: Die fünf Verbote

von Tina Rohowski

In der Wissenschaft Karriere zu machen, ist nicht einfach. Umso wichtiger ist es, ein paar Regeln zu beachten

Die letzte Absage kam im April, mit einem Poststempel der Uni Mainz. Ein dünner Brief mit den üblichen Floskeln. »Sehr geehrter Herr Karimi, es tut uns leid, Ihnen mitteilen zu müssen…!« Besonders der letzte Satz klang in Karimis Ohren wie Hohn: »Für Ihre berufliche Zukunft wünschen wir Ihnen alles Gute.«

Kian-Harald Karimi, 55, Romanistik-Dozent in Augsburg, nahm das Blatt und heftete es in einem dicken Ordner ab, auf dem Stapel der anderen rund 150 Absagen. So oft hat Karimi sich in den vergangenen zehn Jahren um eine Professur beworben – immer erfolglos. Dabei ist er einer von den Guten: Den Doktor machte er mit »magna cum laude«, er sei ein »außergewöhnlich begabter Nachwuchswissenschaftler«, hieß es im Zeugnis seiner Habilitation. 2006 wählten ihn Potsdamer Studenten sogar zum besten Dozenten ihrer Uni. Geholfen hat ihm das nicht. Er schlägt sich mit Lehraufträgen durch, in manchen Monaten muss er sich arbeitslos melden.

Karimis Fall zeigt: Selbst die Besten können in der Wissenschaft am Ende vor dem Nichts stehen, und das nach jahrelanger Ausbildung und Anstrengung. Rund 130.000 Wissenschaftler warten in Deutschland auf eine Professur, schätzt der Kasseler Bildungsforscher Ulrich Teichler. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes existieren jedoch nur 38.000 Stellen für Professoren – und die müssen ja auch noch frei werden, damit jemand nachrücken kann. Weil die Konkurrenz so groß ist, raten Experten den Nachwuchsforschern, bei ihrer Berufsplanung fünf einfache Verbote zu beachten.

»Etwa bis Mitte, Ende 30 funktioniert die Integration in den Arbeitsmarkt noch gut«, sagt Bröker. Danach werde es schwieriger. In Karriereschritten heißt das: »Nach der Promotion sind noch viele Wege denkbar. Wenn danach Jahre als Postdoc folgen, in denen es nicht vorangeht, wird es eng.« Wer zu spät aus der Wissenschaft aussteigt, findet in den Zeitungen kaum noch passende Stellenanzeigen.


… weiter auf ZEIT online:
  1. Seite 1 Die fünf Verbote
  2. Seite 2 Nur keine Schüchternheit!
  3. Seite 3 Wer Heimweh hat, verliert
  4. Seite 4 Nicht nur auf die Wissenschaft setzen!
  5. Seite 5 Rechtzeitig aussteigen!
  6. Seite 6 Sein eigener Chef werden
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What’s in a name?

[EMBO Rep. 2008 December; 9(12): 1171–1174.
doi:  10.1038/embor.2008.217]

What’s in a name?

Howard Wolinsky

An international author identification system could allow scientists to receive credit for all their scientific contributions and would solve the problem of identity in a world of limited surnames.

In Romeo and Juliet, William Shakespeare (1546–1616) asked: “What’s in a name? That which we call a rose / By any other name would smell as sweet” (2.2.1–2). But, unlike Shakespeare’s characters, whose names were a burden to them, names for scientists are extremely important and are attached to discoveries, publications, careers and even fame. In her poem Sacred Emily, American poet Getrude Stein (1874–1946) wrote, “Rose is a rose is a rose is a rose”, which is reminiscent of the trouble that scientists face. However, unlike two roses, two scientists with identical names are extremely different. Indeed, this growing problem of how to unambiguously identify members of an ever-growing international community has triggered a serious debate.

Matthew Falagas, Director of the Alfa Institute of Biomedical Sciences (Athens, Greece) and Adjunct Associate Professor in the Department of Medicine at Tufts University School of Medicine (Boston, MA, USA) described the problem. “Every country has its own common names: Smith and Jones in English-speaking countries; here in Greece we have Papapapolous; in China, Li is very common,” he said. “When you enter the last name, or even with the initial of the first name, you may produce thousands of papers; you cannot understand who produced what. The result is that you have difficulties finding the best collaborator or the best person to ask to do peer review.” Falagas, who serves on the editorial board of the scientific journal PLoS One (San Francisco, CA, USA), said that he has heard of cases in which mistaken identity has resulted in the wrong person being invited to work on a project, appear on a television programme or to undertake the peer review of an article.

Names are also important with regard to the funding of research. Kyle Brown, who founded ResearchCrossroads (San Mateo, CA, USA; www.researchcrossroads.org), explained that the company started as a database to help funding agencies and researchers look up who was getting money from government and private foundations, including the National Institutes of Health (Bethesda, MD, USA), the National Science Foundation (NSF; Arlington, VA, USA) and the Community Research and Development Information Service run by the European Union (CORDIS; Brussels, Belgium). Brown discovered the confusion inherent in similar names almost immediately as researchers contacted him to try to correct their information posted on the ResearchCrossroads website. “We struggle with this constantly,” he said. “I get e-mails every day or two saying: ‘My profile is combined with this other guy’s profile. Can you help us untangle them?’ And we’ll do that.” But he added that this is often a tough assignment as scientists can change jobs and even names, and do not use their middle initials consistently.

The same problem applies to publishing, in which it is not always clear whether the authors of different articles are the same person or not. “I’d love a user of Nature.com to be able to click on an author’s name and to be able to see a list of everything that we publish by them,” commented Timor Hannay, Publishing Director of Nature.com (London, UK). “And that kind of thing, which seems really trivial, should be very straightforward, but actually isn’t because we don’t have identifiers associated with them […] We’ve got a world in which scientists have assigned numbers to all kinds of things: to genes, to species, to stars, to molecules, to the articles they write. The one thing they left out was themselves,” he said, adding, “it does create real problems for us as publishers wanting to provide certain services.”

Yet, Hannay also has an idea of how to solve this problem: “A global author ID does bring you the same benefits that you already have from [a] unique article ID, and you can locate an article very quickly and easily online if you know what its DOI [digital object identifier] is.” However, despite the elegance and simplicity of the idea, introducing a unique author ID for scientists is anything but a simple measure, as Peter Binfield, Managing Editor of PLoS One commented: “It’s not a simple problem at all. I have worked at a few publishing companies and nobody is able to make unique author IDs happen within their own databases. [Authors] may submit with a different middle initial, or [they may have] moved institutions. Even our internal databases get incredibly messy and cluttered. It’s hard to keep anything consistent.”

[continue at EMBO Reports]

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Experimental Error: OMG, So Many Science Careers

[Science Career Magazine, October 28, 2011]

By Adam Ruben
October 28, 2011

Last month, I spoke on two different career panels to roomfuls of young scientists. Every time a student raised a hand to speak, I noticed they all had the same question about jobs in science: “May I have one, please?”

As general as the panelists tried to keep their advice, the questions had a predictable undercurrent: Those aspiring young scientists didn’t just want to find out what it was like to work in science. They wanted us to say, “Okay. You win. I’ve got 50 open positions, and I’ll offer them to all of you today. Who wants health insurance?”

For example, there was the classic (and, in my experience, largely useless) question about how we each found our current jobs. I could tell that the students really wanted to hear stories about how we noticed a posting on Science Careers or Monster.com, answered an ad, and survived competition with 200 random applicants — because that’s their own best idea for how to land a position. Instead, each of the panel members talked about how we found our own careers through serendipitous meetings, friends-of-friends, and good old blatant nepotism.

And so we lectured to disappointed students — some of whom had actually come equipped with stacks of resumes — telling them how great our lives are, what a typical day at work entails (which was the opportunity for each person to say, “At my company, there is no typical day!”), and how they might find themselves in similar careers, most likely by killing us and taking our jobs.

What did impress me, though, was the breadth of careers available to scientists. Even though none of the panelists showed up looking to find new employees, apparently our science training prepares us for a number of semi-related careers beyond the usual few. For example:

[continue at Science Careers]

 

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How people in science see each other

An instant classic created by biomatushiq:

“If you spare some time in academia and science process, you see how your seeing of others and yourself changes in time. Sometimes it is good to have a sight from different angle. I passed some different positions and I imagine how could feel others.”

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