Monthly Archives: January 2013

Academia: Off the tenured track

[from: Nature 491, 627-629 (2012) doi:10.1038/nj7425-627a. Published online 21 November 2012]

Academia: Off the tenured track

by Kendall Powell

The desires to pursue personal goals, escape university pressures or get off the grant-writing treadmill convince some US professors to leave the security of a tenured post.

At the beach in Mantoloking, New Jersey, in summer 2011, the possibilities of Colin Purrington’s sabbatical year stretched out before him. Purrington, then an evolutionary biologist at Swarthmore College in Pennsylvania, intended to stay on campus and was almost giddy thinking of all the undergraduate research projects he had planned, with no teaching or service duties to interrupt them. And then it hit him like a 600-page textbook. When the year was over, he did not want to return to those duties — duties that had led to miserable all-nighters and family strain.

The next day, he asked his wife, the family’s main breadwinner, what she thought of him resigning his post to become a stay-at-home father to their two children. Looking up from a Sudoku puzzle, she replied: “Whatever you’d like.” Purrington’s on-campus misery made the decision easy. He walked away from his tenured position, and his 14 years at Swarthmore.

For many scientists in the United States, where tenure is most common, the decision comes with much more angst. Leaving a position that they worked for decades to attain, and that is often coveted as the pinnacle of academic achievement, is a huge step. It can also leave colleagues mystified, jealous, hurt and sometimes thinking the worst — imagining research misconduct or even a scandalous affair with a student. In interviews with professors who have left their tenured posts in the past decade, Nature found that the reasons for such moves ranged from the very personal — no marital prospects in a small college town — to the loftiest goals of shaping national educational or science policy.

 Almost all wanted to live in a more desirable location — an indication that the age-old view that academics must ‘go where the jobs are’ might not lead to long-term career satisfaction. Some tenure-leavers sought to improve the balance between work and family life, or wanted a better environment for research. Most emphasized that their colleagues did not drive them away: on the contrary, talented, passionate departmental comrades were treasured. But the evidence is clear: ‘giving up’ hard-won tenure is indeed the right move for some. Here, four researchers explain why they are happy that they relinquished those coveted posts.

[continue at Nature]

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Gleichstellung in der MPG

[MaxPlanck Journal 2/2012]

„Das Thema Gleichstellung ist im Aufwind“

Nach 16 Jahren im Amt zieht Marlis Mirbach Bilanz über ihre Arbeit für die Stärkung der Frauen in der MPG

Die promovierte Chemikerin, die einst am Gmelin-Institut für anorganische Chemie und Grenzgebiete der MPG arbeitete, übernahm 1996 das neu geschaffene Amt als Zentrale Gleichstellungsbeauftragte. Nun geht sie in Ruhestand.

MaxPlanckJournal: Frau Mirbach, nach 16 Jahren im Amt legen Sie nun Ihre Arbeit in der Generalverwaltung ad acta. Was ist das für ein Gefühl?

Frauenanteil in der mpg

14 Jahre liegen zwischen gelben und blauen Balken, die Marlis Mirbach in ihrem Abschlussbericht dokumentierte. Eine jüngst vom Senat der MPG beschlossene Selbstverpflichtung wird für weitere Steigerungen sorgen. Danach soll bis Ende 2016 der Anteil an Wissenschaftlerinnen auf Ebene der Beschäftigtengruppen E13 bis E15Ü und auf Ebene der Vergütungsgruppen W2/W3 jährlich um je einen Prozentpunkt steigen.

Marlis Mirbach: Ach, eigentlich ein gutes. Haben wir doch – da schließe ich die Gleichstellungsbeauftragten in den Instituten ein – etliche Dinge erreicht, die den Frauen in der MPG zugutekommen. Die Stimmung auf unserem Jahrestreffen Mitte März war viel zuversichtlicher als 2011. Dazu hat sicher der Besuch des Generalsekretärs beigetragen. Herr Kronthaler hat zugesagt, sich dafür einzusetzen, dass die in den Gleichstellungsgrundsätzen festgeschriebenen Mitwirkungsrechte der Beauftragten mit Leben erfüllt werden. Tatsächlich reden sie nämlich bei allen personellen, organisatorischen und sozialen Maßnahmen mit, die die Gleichstellung von Frauen und Männern betreffen. Das umfasst praktisch alle Bereiche. Auch in die Zielvereinbarung, die zur zweiten Re-Auditierung zur Vergabe des Zertifikats als familiengerechte Forschungsorganisation an die MPG aufgestellt wurde, hat die Stärkung der Gleichstellungsbeauftragten Eingang gefunden.

MPJ: Werden Sie das Thema Gleichstellung weiter verfolgen?

Mirbach: Nach 16 Jahren im Amt, bei einem Thema, in dem man immer hart kämpfen musste, um kleine Veränderungen zu erreichen, wird man schon ein bisschen mürbe. Es freut mich, dass das Thema Gleichstellung derzeit im Aufwind ist und sich in den Köpfen von Wissenschaft und Verwaltung etwas tut. Trotzdem habe ich mir vorgenommen, in meiner Freizeit etwas Abstand zu gewinnen. Ich möchte viel reisen.

MPJ: Haben Sie sich die Arbeit so anstrengend vorgestellt, als Sie die Tätigkeit übernahmen?

Mirbach: Ja, schon. Nach fast 20 Jahren Tätigkeit als Wissenschaftlerin in einem experimentellen und damit hierarchisch geprägten Fach wusste ich, was auf mich zukommt. Auch wenn ich keine spezielle Ausbildung vorzuweisen hatte. Aber wer hatte das schon, es gab ja keine. Alle Kolleginnen in den außeruniversitären Forschungsorganisationen sind da damals irgendwie reingerutscht. Alle gehen nun in Rente. Die erste Generation der Gleichstellungsbeauftragten tritt ab.

MPJ: Wie sind Sie die neue Aufgabe angegangen?

Mirbach: Der Weg für mehr Chancengleichheit in der MPG war ein Stück weit bereitet: Gesamtbetriebsrat und GV hatten 1991 eine Studie zur Beschäftigungssituation von Frauen und Männern in Auftrag gegeben, und der Wissenschaftliche Rat hatte sowohl den Arbeitsausschuss zur Förderung von Wissenschaftlerinnen eingesetzt als auch ein Forscherteam beauftragt, Karrierehindernisse für Frauen zu identifizieren und Verbesserungsoptionen aufzuzeigen. Ich habe zunächst mit der damaligen Generalsekretärin Barbara Bludau den Frauenförderrahmenplan aufgestellt, 1998 stimmte dem der Senat zu. Darin waren Frauenbeauftragte für die Institute und Zielvorgaben zur Erhöhung der Frauenanteile in den Vergütungsgruppen festgeschrieben.

MPJ: Wurden die Ziele denn erreicht?

Mirbach: Eher schlecht als recht. Da fand ich es hilfreich, dass es zum ersten Mal eine Generalsekretärin gab, denn Frau Bludau wollte etwas für die Frauen tun. Als ich vorschlug, den Familienservice als Betreuungsvermittlung für alle MPG-Beschäftigten zu engagieren, war sie sofort dafür. Später haben wir erreicht, dass er sogar aus öffentlichen Mitteln finanziert werden durfte. Da hatte die MPG eine echte Vorreiterrolle; ich bin oft darauf angesprochen worden.

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