“Exzellenz braucht Existenz”

“Exzellenz braucht Existenz”

Studie zur Befristung im Wissenschaftsbereich: ein Beitrag zur Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes

von Sebastian M. F. Raupach, Martina Lienhop, Andre Karch, Heike Raupach-Rosin und Karen M. Oltersdorf
(2014)

http://www.perspektive-statt-befristung.de/

Kurzzusammenfassung

Im Kontext der von mehr als 25.000 Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern unterstützten Petition ,,Perspektive statt Befristung” wurde eine bundesweite Umfrage mit rund 1.700 Teilnehmenden durchgeführt.
Themen der Umfrage sind die Folgen der Befristungssituation sowie die Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes.
Hintergrund ist der Mangel unbefristeter Beschaftigungsverhaltnisse auf dem wissenschaftlichen Arbeitsmarkt infolge hoher Befristungsanteile an Forschungseinrichtungen und Hochschulen (siehe Hintergrundinformationen im Anhang).
Die unsicheren Beschaftigungsverhaltnisse wirken sich nach Erfahrung der Teilnehmenden nicht nur auf das Leben der Forschenden und ihrer Familien ausgesprochen negativ aus, sondern auch auf die Qualität des Wissenschaftssystems. Sie fuhren zu einem systematischen Verlust von Forschungspotential und beeintrachtigen den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig. Damit gefährden sie den Erfolg der hohen Investitionen in Bildung und Forschung.
Die Teilnehmenden sprechen sich mit großer Mehrheit fur die Schaung von mehr unbefristeten Stellen im Mittelbau sowie fur geeignete Auswahlverfahren und mehr Transparenz bei Berufungen aus.
Nahezu einstimmig fordern sie von der Bundespolitik die Reform der gesetzlichen Befristungsregeln.

  • Mit großer Mehrheit sprechen sich die Teilnehmenden fur eine gesetzliche Begrenzung des Befristungsanteils an Forschungseinrichtungen und Hochschulen aus.
  • Ebenso deutlich fordern die Teilnehmenden die Streichung der personenbezogenen “12-Jahresregel”.
  • Die Einführung einer Mindestlaufzeit fur Vertrage, die befristet sind, wird mehrheitlich befürwortet, ist aber nicht gänzlich unumstritten.
  • Die Befürwortenden einer Mindestlaufzeit halten einen Zeitraum von drei Jahren fur angemessen.
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