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ZEIT-Interview mit MPG-Präsident Martin Stratmann: “Das ist einmalig”

[DIE ZEIT 13/2015 26. März 2015]

Wie die Max-Planck-Gesellschaft die Stellung ihrer Doktoranden verbessern will, erklärt ihr Präsident Martin Stratmann.

Interview: Martin Spiewak

DIE ZEIT: Die Misere junger Forscher in Deutschland ist bekannt. Jetzt hat die Max-Planck-Gesellschaft ein großes Paket zur besseren Betreuung und Finanzierung ihres wissenschaftlichen Nachwuchses verabschiedet. Man dachte eigentlich, gerade Ihren Instituten seien die Doktoranden und Postdocs auch früher schon wichtig und teuer gewesen.

Martin Stratmann: Das waren sie auch. Sonst würden nicht so viele Bewerber bei uns promovieren wollen oder eine wissenschaftliche Karriere anstreben. Und wir wären auch nicht so erfolgreich. Max-Planck hat beileibe kein generelles Betreuungsproblem.

ZEIT: Aber ein Vergütungsproblem? Kritiker sprechen von einer Zwei-Klassen-Gesellschaft.

Stratmann: Richtig ist, dass ein Teil der Doktoranden an ihrem Institut mit einem Vertrag beschäftigt ist, während andere ein Stipendium erhalten. International sind Stipendien üblich. Aber die Betroffenen erhalten keine Sozialleistungen, und das wird als ungerecht empfunden, gerade von ausländischen Doktoranden, die oft als Stipendiaten zu uns kommen und mittlerweile über fünfzig Prozent der Promovenden ausmachen. Diese Praxis werden wir deshalb ändern: In Zukunft erhält bei uns jeder Doktorand einen Vertrag.

[…]

[weiter in DIE ZEIT 13/2015 26. März 2015]

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