Tag Archives: Arbeitsrecht

The Empire Strikes Back: Max-Planck-Gesellschaft rüstet sich gegen Arbeitnehmer

Die Max-Planck-Gesellschaft rüstet auf im Kampf gegen ihre eigenen Angestellten:

Referent/-in für Arbeitsrecht (Volljurist/-in)

Stellenangebot vom 8. November 2014

Die Generalverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft sucht für die Abteilung Personal und Personalrecht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Referentin oder einen Referenten für Arbeitsrecht (Volljuristin oder Volljurist) in Teilzeit (19,5 Wochenstunden).

Ihre Aufgaben

Sie ergänzen ein hoch motiviertes Team bei der juristischen Betreuung der Institute, Organe und Gremien der Gesellschaft in allen Rechtsfragen mit Schwerpunkt in individual- und kollektivarbeitsrechtlichen sowie tarifvertraglichen Problemstellungen und übernehmen im Einzelfall die Prozessvertretung oder begleiten die Arbeit unserer in gerichtlichen Angelegenheiten beauftragten externen Rechtsanwälte mit eigener Fachkenntnis, Kritikfähigkeit und Urteilskraft.

[…]

http://www.mpg.de/8686517/Referent_Arbeitsrecht_Volljurist_9214

 

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Wissenschaftsorganisationen bekennen sich zu planbaren und verlässlichen Karriereperspektiven

Nichts begriffen… “Die Wissenschaftsorganisationen sprechen sich entschieden dafür aus, das Wissenschaftszeitvertragsgesetz unverändert fortzuführen.” — Wissenschaft im Kapitalismus: der Mensch zählt nichts. Da klingt das folgende entschuldigende Bekenntnis doch nur wie Hohn: “Die Wissenschaftsorganisationen sind sich der Bedeutung des verantwortungsvollen Umgangs mit den Befristungsregelungen und der damit verbundenen besonderen Personalfürsorge bewusst.”

Homepage der Max-Planck-Gesellschaft <http://www.mpg.de/4697136/wissenschaftszeitvertragsgesetz>

Wissenschaftsorganisationen bekennen sich zu planbaren und verlässlichen Karriereperspektiven

13. Dezember 2011

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen spricht sich entschieden für eine unveränderte Fortführung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) aus. Es sei zum unverzichtbaren Instrument geworden, um die hohe Qualität unseres wissenschaftlichen Personals zu sichern, so die Allianz. Gleichzeitig erkennen die Wissenschaftsorganisationen die große Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit den Befristungsregelungen sowie der damit verbundenen besonderen Personalfürsorge an, heißt es in der Allianz-Stellungnahme anlässlich der Evaluation des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes.

Personelle Erneuerungsfähigkeit sichert das weltweit anerkannt hohe Niveau der deutschen Wissenschaft in ihren außeruniversitären Forschungsorganisationen und Hochschulen. Sie ist darüber hinaus eine wichtige Voraussetzung für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses nach der Qualifizierungsphase. Vor dem Erlass des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes standen den Forschungseinrichtungen und Hochschulen kaum wirkungsvolle und rechtssichere arbeitsrechtliche Grundlagen zur Gewährleistung der personellen Erneuerungsfähigkeit zur Verfügung. Stattdessen bestanden erhebliche rechtliche und damit planerische Unsicherheiten.

Mit dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz schuf der Bundestag 2007 eine wissenschaftsadäquate Grundlage zur Befristung von Arbeitsverhältnissen. Damit entstand auch deutlich mehr Planungssicherheit für die Hochschulen, die Forschungseinrichtungen und die in ihnen tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Besonders hervorzuheben sind die Rechtssicherheit der Drittmittelbefristung sowie die Einführung familienpolitischer Komponenten. Das
Wissenschaftszeitvertragsgesetz hat sich aus Sicht der Wissenschaftsorganisationen bewährt. Es ist zum unverzichtbaren Instrument geworden, um die hohe Qualität unseres wissenschaftlichen Personals zu sichern.

Kurze Befristungszeiten sind häufig auf die stetig steigenden Drittmittelfinanzierungen bei – insbesondere in den Hochschulen – stetig sinkender Grundfinanzierung und die entsprechenden haushalts- und zuwendungsrechtlichen Bestimmungen zurückzuführen. Hier gilt es sowohl die Grundfinanzierung wieder zu verbessern, als auch das Haushalts- bzw. Zuwendungsrecht mit dem Dienstrecht zu harmonisieren.

Die Wissenschaftsorganisationen sind sich der Bedeutung des verantwortungsvollen Umgangs mit den Befristungsregelungen und der damit verbundenen besonderen Personalfürsorge bewusst. Angesichts des zunehmenden internationalen Wettbewerbs um den wissenschaftlichen Nachwuchs und um die besten Köpfe sehen sich die Hochschulen und die außeruniversitären Forschungseinrichtungen in der Verantwortung, ihr Augenmerk auf die individuellen Karrierewege jüngerer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu richten und Personalentwicklung systematisch zu betreiben.Dies gilt für alle wissenschaftlichen Qualifizierungsstufen, in besonderer Weise aber für die Phase nach der Promotion, in der sich junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für eine berufliche Zukunft innerhalb oder außerhalb der Wissenschaft entscheiden.

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